Die Macht des Standpunkts:
Perspektiven in der Fiktion navigieren

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Die Macht des Standpunkts

Im weiten Bereich des Belletristik-Schreibens ist die Macht des Standpunkts (POV) unbestreitbar. Die gewählte Perspektive prägt nicht nur das Erlebnis des Lesers, sondern beeinflusst auch die Tiefe der Charakterisierung und die emotionale Verbindung zur Geschichte. Als Schriftsteller ist die Beherrschung der Kunst des Perspektivwechsels eine grundlegende Fähigkeit, die unser Geschichtenerzählen auf ein neues Niveau heben kann. In diesem Blogbeitrag werden wir die Bedeutung des Standpunkts in der Fiktion, seinen Einfluss auf das Geschichtenerzählen und verschiedene Perspektiven untersuchen, die Autoren nutzen können, um fesselnde Erzählungen zu erschaffen.


Standpunkt verstehen

Der Standpunkt bezieht sich auf den Standpunkt, aus dem eine Geschichte erzählt wird, und bestimmt die Beziehung des Erzählers zu den Ereignissen und Charakteren in der Erzählung. Es bestimmt, mit welchen Augen der Leser die Geschichte betrachtet und wie viel Einblick er in die Gedanken und Gefühle der Charaktere erhält.


Der Einfluss auf das Geschichtenerzählen

Die Wahl des Standpunkts hat einen tiefgreifenden Einfluss auf das gesamte Erzählerlebnis. Es prägt die Intimität, den Wissensstand und die emotionale Resonanz der Erzählung beim Leser.

Ich-Perspektive: Diese Perspektive lässt den Leser direkt in die Gedanken einer einzelnen Figur eintauchen, wobei oft „I“ als Pronomen verwendet wird. Die intime Natur des First-Person-POV ermöglicht es den Lesern, Ereignisse und Emotionen gemeinsam mit dem Protagonisten zu erleben. Es stellt eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Leser und der Figur her und ist daher eine wirkungsvolle Wahl für Geschichten, die von der persönlichen Reise des Protagonisten abhängen.

Eingeschränkte Sicht auf die dritte Person: In dieser Perspektive konzentriert sich der Erzähler auf die Gedanken und Gefühle einer Figur und verwendet „er“ oder „sie“, um sie zu bezeichnen. Die eingeschränkte Perspektive der dritten Person ermöglicht im Vergleich zur ersten Person mehr Objektivität, behält aber eine emotionale Nähe zur Hauptfigur bei. Diese Perspektive ist in vielen zeitgenössischen Romanen beliebt, da sie sowohl einen Insider-Einblick in die Gedanken des Protagonisten als auch die Erkundung der Perspektiven anderer Charaktere ermöglicht.

Allwissende Perspektive der dritten Person: Die allwissende Perspektive gewährt dem Erzähler uneingeschränkten Zugang zu den inneren Gedanken und Gefühlen mehrerer Charaktere. Der Erzähler kann nahtlos zwischen den Standpunkten verschiedener Charaktere wechseln und bietet so einen Panoramablick auf die Welt der Geschichte und die Emotionen verschiedener Charaktere. Dieser POV kann der Erzählung ein umfassendes und episches Gefühl verleihen, perfekt für Geschichten mit einer großen Besetzung und komplex verwobenen Handlungssträngen.

Zweite-Person-POV: Die am wenigsten verbreitete Perspektive. Die Zweit-Person-POV spricht den Leser direkt mit „Sie“ an. Sie schafft ein einzigartiges und immersives Erlebnis und versetzt den Leser in die Lage des Protagonisten. Es kann jedoch schwierig sein, es für einen ganzen Roman aufrechtzuerhalten, und wird häufiger in Kurzgeschichten oder experimentellen Werken verwendet.


Wählen Sie den richtigen POV für Ihre Geschichte

Die Wahl des passenden Standpunkts für Ihre Geschichte ist entscheidend, um die Themen der Erzählung effektiv zu vermitteln und eine Verbindung zum Leser herzustellen. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Wahl die folgenden Faktoren:

  1. Charakterzentrierte Geschichten:
    Wenn sich Ihre Geschichte um das Wachstum und die Perspektive einer einzelnen Figur dreht, kann die begrenzte Ego- oder Third-Person-Perspektive eine intime und fesselnde Erfahrung für den Leser schaffen.
  2. Mehrere Perspektiven:
    Bei Geschichten mit Ensemblebesetzung und ineinandergreifenden Handlungssträngen können Sie mit der allwissenden Perspektive der dritten Person tiefer in die Motivationen und Emotionen verschiedener Charaktere eintauchen.
  3. Emotionale Intensität:
    Wenn Ihre Erzählung ein hohes Maß an emotionaler Intensität und Unmittelbarkeit erfordert, kann die Ego-Perspektive ein zutiefst immersives Erlebnis bieten.
  4. Emotional Distance:
    Für Geschichten, die ein gewisses Maß an Objektivität erfordern und sich von den Charakteren entfernen, kann eine eingeschränkte oder allwissende Perspektive aus der dritten Person besser geeignet sein.


Die Kraft des Perspektivwechsels

In manchen Fällen entscheiden sich Autoren möglicherweise dafür, die Perspektive innerhalb derselben Geschichte zu wechseln und so eine vielschichtige Erkundung der Erzählung zu ermöglichen. Diese Technik ermöglicht ein umfassenderes Verständnis der verschiedenen Charaktere und ihrer Beweggründe und schafft so ein vielschichtigeres und strukturierteres Erzählerlebnis.

Es ist jedoch wichtig, mit Perspektivwechseln vorsichtig umzugehen, um den Leser nicht zu verwirren. Sorgen Sie für reibungslose Übergänge zwischen den Perspektiven und stellen Sie klar fest, welche Figur vertreten wird.




Abschließend

Die Macht des Standpunkts in der Fiktion kann nicht genug betont werden. Es ist ein Erzählinstrument, das die Erfahrung des Lesers prägt, seine emotionale Verbindung zu den Charakteren beeinflusst und den Kenntnisstand bestimmt, den er über die Ereignisse der Geschichte hat. Als Schriftsteller ist es von entscheidender Bedeutung, die Auswirkungen des Standpunkts zu verstehen und für jede Geschichte die richtige Perspektive zu wählen, um fesselnde und klangvolle Erzählungen zu verfassen.

Entdecken Sie also die vielfältigen Perspektiven, die Ihnen zur Verfügung stehen, experimentieren Sie mit unterschiedlichen Sichtweisen und lassen Sie sich von der Kraft des Geschichtenerzählens auf eine Reise begleiten, die die Leser fesseln und einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird.

Frohes Schreiben!





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